Der Dornröschenschlaf

 

 

 

Verwachsen im Wald, die Stufen bedeckt mit dem Laub vieler Jahre und dem Interieur aus einer vergangenen Zeit, so lag das Haus „schlafend“ als wir es entdeckten.

Es strahlte eine vor vielen Jahren eingekehrte Ruhe aus, begleitet von dem ewigen Plätschern des Flusses. Eine kaputte Puppe lag auf einem schon lange nicht mehr benutzten Sofa. Die Assoziation „Dornröschen“ lag auf der Hand.

„Dieses Haus muss geweckt werden“ – war der erste Gedanke.

Zu schön waren die Details der Fassade, das alte verrostete Wehr, der ehemalige Turbinenraum mit seinen fast 80m², den alten Traversen und Kettenzügen. Und dann die Insel! Ein verwilderter kleiner Streifen Land im Fluss, groß genug, um einen sommerlichen Sitzplatz einzurichten und eine Hängematte zwischen den Bäumen zu spannen, um dann im Rauschen des Flusses die Seele baumeln zu lassen oder an einem heißen Sommertag ein erfrischendes Bad zu nehmen.

Da macht auch die einspurige Bahntrasse neben dem Fluss nichts aus, sie erinnert an die vergangenen Zeiten der industriellen Geschichte der Region und ermöglicht eine praktische, öffentliche Verkehrsanbindung.