Der Ort Waldegg

Wenn man Waldegg mit der Bahn erreicht, ist man allein wegen des Bahnhofs in eine andere Zeit versetzt. Das Gebäude aus 1886 ist nahezu unverändert und hat jedweder Modernisierung Stand gehalten.

Der Ort selbst ist klein und beschaulich. Die kleine Pfarrkirche mit dem anliegenden, aufgelassenen Friedhof erinnert an die Zeit, in der es hier noch Eisengießereien, Manufakturen und ein industrielles Leben gab. Dornröschenschlaf auch hier. Ein verlassener Greissler, ein ehemaliger Frisör, eine denkmalgeschützte Walzmühle.

Wenn man das Bahnhofsgelände verlässt, stößt man auf ein altes, aufgegebenes Hotel. Das kennt  man auch aus anderen Orten, aber ein Besitzername wie “ G. Ott“ ist einzigartig.

Der Name steht immer noch an der Fassade. Schade, dass  G.Ott diesen Ort verlassen hat.

Wer würde nicht gerne in einem Hotel absteigen, in dem „Gott“ lebt und vielleicht nebenher die Sünden der Welt verzeiht? Doch das ist vorbei.

Was bleibt ist Waldegg mit dem Haus im Fluss und der Gedanke an ein österreichisches „Walden“  im Sinne von H. D. Thoreau.